Mehr als 1.300 Besucher bei den Adventskonzerten von ´n Joy


„Das müssen wir auch singen.“ Als Johannes Weiß im Sommer im Kino den Musikfilm über die Rockgruppe Queen und ihren Gründer Freddie Mercury sah, stand für ihn fest: Der Titelsong „Bohemian Rhapsody“ muss ins Weihnachtsprogamm seines Gospelchores „n Joy“.

Ein anspruchsvolles Ziel, das den 80 Sängerinnen und Sänger des Chores der evangelischen Kirchengemeinde in Bad Honnef in den vergangenen Monaten einige Sonderproben und viele Stunden des Auswendiglernens einbrachte. Doch das Experiment ist geglückt: Bei den drei Konzerten am ersten Adventswochenende zählte „Bohemian Rhapsody“ zu den Höhepunkten eines abwechslungsreichen Programms. Für magische Momente sorgten dabei auch die Lichteffekte, die der Chor mit Taschenlampen erzeugte.

Mehr als 1.300 Besucher kamen an den drei Abenden in die Erlöserkirche – manche standen bereits eine Stunde vorher in langer Schlange an. Schon der Einzug des Chores sorgte für Gänsehaut-Momente: Mit „God rest you merry, gentlemen“ füllten die Klänge eines alten englischen Weihnachtsliedes die Kirche. Ein Krummhorn, gespielt von Chorleiter Johannes Weiß, und eine indische Langhalslaute, gezupft von Martin Kabath, weckten neben Trommeln, Akkordeon und Zimbel einen Sound, der in die Renaissance zurückführte.

Doch beim Blick in alte Zeiten blieb es nicht: Unter dem Titel „Ich seh Dich“ bot der Gospelchor eine bunte Palette von Weihnachtsliedern, aktuellen Popsongs, Filmmusik, Gospels und Traditionels. Mit dem Oscar ausgezeichnete Filmmusik wie „When you believe“ von Mariah Carey und Whitney Houston oder „Shallow“ von Lady Gaga sowie Klassiker wie Stevie Wonders „Don’t You Worry ´bout A Thing“ kamen ebenso zur Aufführung wie der Choral „Nearer My God To Thee“, der auch aus dem Film „Titanic“ bekannt geworden ist.

Auch für Experimente ist Chorleiter Johannes Weiß immer zu haben: In kleinerer Besetzung und a-cappella rappte der Chor das Medley „Good Times“. Und wie bei jüdischen Festen erklang der auf Hebräisch gesungene Psalm 127 „In Hashem“. Beim A-cappella-Stück „Ich seh Dich“ mischten sich die Stimmgruppen des Chores ganz neu und erzeugten so einen schwebenden, leichten Klang.

Nach fast zwei Stunden Musik lud die Evangelische Jugend vor dem Gemeindehaus zu Glühwein, Brezeln und Brühwurst ein. Zeit und Gelegenheit, einen wunderbaren Abend Revue passieren zu lassen.

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